Der Wolf im Schafspelz ;)

geschrieben von carozahm | 22 Dez, 2011, 12:36

Nachdem ich ja nun schon die Hoffnung aufgegeben hatte was den Neuen betrifft, haben sich die Ereignisse nun fast überschlagen. Kurz nach meinem letzten Blogeintrag hat er mich doch tatsächlich eingeladen mit ihm auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Naja ich fand das schon ein wenig kitschig aber andererseits hatte ich natürlich Lust mal heraus zufinden was er nun für ein Typ ist und habe zugesagt. Wir sind dann auch tatsächlich ein paar Tage später hingegangen und haben Unmengen Glühwein getrunken. Ich weiß nicht ob es an dem Alkohol lag oder woran auch immer, auf jeden Fall bin ich dann irgendwann total beschwipst mit zu ihm. Naja und es kam natürlich wie es kommen musste... und seitdem ist irgendwie alles anders! Aber ich meine das jetzt nicht negativ oder so, ganz im Gegenteil. Ich habe ihn total unterschätzt als ich ihn für langweilig oder introvertiert gehalten habe. Er hat es eher ganz schön drauf. Seit dem Glühweinabend sind wir jetzt schon öfters in Ausstellungen gegangen oder ins Kino und haben ganz allgemein wirklich eine Menge Spaß miteinander. Ihr fragt euch jetzt wo das Problem sein soll?

Naja ich weiß einfach nicht so richtig woran ich bin, denn obwohl ich mittlerweile total verschossen in ihn bin, möchte er trotzdem nicht dass es jemand von der Arbeit weiß, geschweige denn Freunde oder Familie. Ich fin das schon ein wenig merkwürdig. Vielleicht mache ich mir auch zuviele Gedanken, aber mir kommen dann immer gleich so Gedanken von Typen die irgendwo noch eine haben oder so. Ach mensch ich weiß doch auch nicht. Nachher treffen wir uns und ich werde einfach mal meinen Mut zusammen nehmen und ihn fragen was das soll.

Noch nix Neues

geschrieben von carozahm | 2 Dez, 2011, 12:17

Hallo nochmal,

ich weiß immernoch nicht genau, was ich von dem neuen Kollegen halten soll. Ich habe beobachtet, dass er zu allem super nett ist, also dachte ich, vielleicht bilde ich mir ja auch nur ein, dass er mit mir flirtet. Aber dann wiederum, jedes Mal wenn sich unsere Blicke begegnen, denke ich schon, dass es ein bisschen anders ist. Manchmal denke ich auch, ich spüre es, dass er mich immer wieder anguckt. Schließlich sitzen wir gegenüber und hinter mir gibt es nichts weiter zu sehen, als eine öde Wand. Also, kann doch sein, oder? Ich fühle mich immernoch so blöd...Eigentlich bin ich ganz anders und lasse mich nicht von sowas aus der Ruhe bringen, aber zur Zeit kann ich an nicht viel anderes Denken. Was mich stört ist, dass ich immernoch nicht weiß, was ich davon halten soll. Und ich traue mich nicht, irgendwas genaueres anzudeuten oder so.

Da würde ich mich ja doch nur blamieren...
Bisher haben wir auch nicht viel miteinander geredet. Nur so smalltalk. Ich habe das Gefühl, dass er sich auch irgendwie nicht traut, mehr zu sagen, andererseits schon immermal wieder das Gespräch sucht. Leider führen seine Impulse nur zum Austausch von höchstens 5 Sätzen und dann wissen wir schon beide nicht mehr, was wir sagen sollen. Zumindes geht es mir so. Meistens sind es irgendwelche Fragen zur Arbeit. Eine Sache hat er mich schon zweimal gefragt und beim zweiten Mal kam es mir so vor, als wär es nur eine Ausrede, um was zu sagen. Aber ich habe natürlich trotzdem gern geholfen. Hmm ich glaube, ich muss mich da nochmal mit Freundinnen beraten und mal demnächst was tun, einfach, um ein bisschen Klarheit zu haben.

Kollegen

geschrieben von carozahm | 30 Nov, 2011, 10:08

Ich bin ganz durcheinander. Irgendwie passt das alles nicht zu mir. Ich habe einen neuen Kollegen bekommen und ganz ehrlich, der bringt mich total durcheinander. Eigentlich ist er gar nicht mein Typ und außerdem ist er einfach nicht mein Typ, glaube ich, aber er reizt mich einfach. Was weiß ich warum. Es ist einfach so. Wir sitzen einander gegenüber und immer wenn ich von meinem Pc zu ihm rüberschaue, lächelt er mich an. ich kann nicht anders, als immer öfter hoch zu schauen. Ich fühle mich schon total bekloppt.

An sich stehe ich ja eher auf den Typ schick. Nicht unbedingt spiessig, aber schon gutaussehend und nett gekleidet. Halt auf Typen, die wissen, was sie wollen und vielleicht ist es total plump, aber Erfolg und Macht macht schon sexy. Über meinen neuen Kollegen weiß ich eigentlich nichts, außer, dass er irgendwie auf mich wirkt. Ich habe mich noch nicht mal mit ihm unterhalten. Das habe ich bislang erfolgreich versucht zu verhindern. Deswegen ist er auch so reizvoll, weil ich ihn nicht kenne. Würde ich ihn kennen, wäre bestimmt der Zauber vorbei. Oh man, ich komme mir schon total bescheuert vor. Was mache ich hier eigentlich. Ich sollte mich mal mit ihm unterhalten, dann kann ich meine Gefühle bestimmt wieder eindämmen. Ist das alles komisch. Ich sollte mich außerdem auf andere Gedanken bringen. 

Gestern habe ich das alles meiner besten Freundin Caro erzählt, die hat mich natürlich ausgelacht. Hätte ich bestimmt auch bei ihr. Schließlich ist das auch irgendwie nicht so ganz meine Art. Caro meint auch, ich soll mich nicht verrückt machen. Das wird schon noch vergehen. Das hoffe ich.

Kurztrip und Museumsbesuch in Berlin

geschrieben von carozahm | 18 Nov, 2011, 10:47
Endlich war es mal wieder an der zeit meine liebe Freundin Gisela in Berlin zu besuchen. Also ab in den ICE und einmal Berlin und Zurück bitte für ein Wochenende. Zwei Tage sind zwar wie immer viel zu kurz, um diese Stadt zu besuchen und Zeit mit Gisela zu verbringen, aber besser kurz als gar nicht und in der Kürze liegt die Würze, wenn man nur genug aus der kurzen Zeit macht. Samstag wollte Gisela unbedingt in eine Ausstellung ins Bodemuseum, von der sie schon so viel gehört hatte.

Da ich immer offen bin für kulturelle Erlebnisse, war ich natürlich gleich einverstanden. Wenn ich aber gewusst hätte, zu welchem Preis ich mir mein kleines bisschen Kultur erkaufen muss, wäre ich lieber doch einfach nur ein Käffchen trinken gegangen. Wir waren schon ganz früh vor Ort, allerdings waren wir da nicht die einzigen. Gisela meinte, dass die Ausstellung um 9 Uhr öffnet, was auch irgendwie korrekt aber doch nur "irgendwie" korrekt war. Denn um 9 Uhr durften erstmal nur die Leute rein, die Tickets Monate im Voraus vorbestellt hatten. Die Kassen für die normalen Besucher sollten erst um 10 Uhr aufmachen. Also standen wir geschlagene 1 1/2 Stunden bibbernd in der Kälte. Am Ende ging es dann vorwärts und nachdem wir noch eine weitere Stunde im Museum warten mussten, dass wir auch die Sonderausstellung betreten dürfen, durften wir uns endlich die "Schätze der Renaissance" anschauen. Im Grunde waren das aber nur Portraits alter Italiener, mit denen ich nichts anfangen konnte. Für die 28 Euro, die wir zusammen bezahlt haben, hätten wir auch gut Essen gehen können.

Menschen helfen

geschrieben von carozahm | 17 Nov, 2011, 14:36
Ich habe gestern in einer Zeitung einen Bericht gelesen, in welchem ein Sozialarbeiter in Berlin die Bürger dazu aufruft, Schlafsäcke und Schuhe an die Bedürftigen zu spenden. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Obdachlose es allein in Deutschland gibt. Und gerade in dieser Jahreszeit, bei diesen entsetzlichen Temperaturen, macht es einen ratlos, wieviele Menschen auf unseren Straßen, also unmittelbar zwischen uns erfrieren! Wie kann es sein, dass so etwas möglich ist? Ich finde wir sind alle für unsere Mitmenschen mitverantwortlich und auch wenn sie vielleicht nicht ohne eigenes Verschulden in diese Lage abgerutscht sind, sondern in der Vergangenheit fehler gemacht haben, wir dürfen sie doch nicht einfach wie Tiere auf der Straße erfrieren lassen. Daher möchte ich auch alle ermutigen, wenigstens ein paar Kleinigkeiten an die Lokalen Hilfsstellen zu spenden. Ein alter Schlafsack, ein ausgetragenes paar Stiefel kann in diesem Fall Leben retten! Ein altes paar Schuhe bedeutet einem nichts mehr. Für Obdachlose kann so ein Paar Schuhe bedeuten, dass sie keine Frostbeulen an den Füßen bekommen, die bleibende Schäden mit sich ziehen können. Ich selber arbeite ja nun schon seit einigen Jahren für gemeinnützige Projekte und ich habe den Glanz in den Augen der Menschen gesehen, die eine alte Decke geschenkt bekommen haben, weil sie wussten, dass diese vielleicht ihr Leben retten wird. Ich hoffe, dass die Menschen, denen es gut geht, zwischendurch auch mal an die Menschen denken, die schlechter dran sind. Vielleicht mag das jetzt idealistisch klingen, aber ich glaube noch immer an eine menschlichere Welt. Auch wenn man an jeder Ecke übel sieht und Not.
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